Die Geschichte des VfB Höchst/Nidder kann bis zum Jahr 1949 nicht schriftlich belegt werden. Aus Überlieferungen wurde bekannt, dass Fußball erstmal 1928 im damaligen Arbeitssportverein gespielt wurde. Dieser Verein wurde 1933 in „Kultur- und Sportgemeinde“ umbenannt.

Am 5. Januar 1949 trennten sich die Fußballer von der „Kultur- und Sportgemeinde“ und traten unter dem Namen „VfB Höchst / Nidder“ als selbstständiger Verein auf. Gewählt wurde damals Philipp Hartung als 1.ter Vorsitzender. Ihm zur Seite standen als 2.ter Vorsitzender Fritz Dähler und als Schriftführer Karl Storch. 
Die Fußballmannschaft startete als Neuling in der B-Klasse Büdingen und schaffte bereits im Spieljahr 1950/51 den Aufstieg in die A-Klasse.

Auf Betreiben des damals in Höchst ansässigen fußballbegeisterten Unternehmers V. Wiroth entstand im Jahr 1952 innerhalb von nur 12 Wochen (!!) unter Leitung des Poliers Wilhelm Vetter das heute noch vereinseigene Clubhaus.
Im Jahr 1968 wurde durch Eigenleistung unter Führung des Mitgliedes Edmund Nazarenus nach 8-monatiger Bauzeit die Gymnastikhalle fertig gestellt. Der rührige Vorsitzende Wilhelm Erb erreichte damals durch viel Engagement, dass dem Verein mit Beihilfen der Landesregierung und durch Zuschüsse der Gemeinde die Finanzierung erleichtert wurde. Die Halle stand jahrelang nicht nur Sportlern des Vereins, sondern auch allen anderen Höchster Mitbürgern zur Verfügung.
Die heute täglich genutzte Halle und der rege Zuspruch der Bevölkerung bei den verschiedenen Veranstaltungen haben bewiesen, dass die Halle die Funktion des in Höchst nicht vorhandenen Dorfgemeinschaftshauses erfüllt.

Die ständig steigenden Betriebskosten und Erhaltungsaufwendungen waren seit Jahren nur mit finanzieller Beihilfe der Gemeinde Altenstadt zu bewältigen. Vor dem Hintergrund notwendig gewordener Renovierungen, sowie anstehender Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen der Gymnastikhalle, erfolgte nach der Absprache mit dem VfB-Vorstand die Übernahme der Halle durch die Gemeinde Altenstadt. 
Die Erteilung der Baugenehmigung für den Umbau des Clubhauses und den Neubau eines Geräteraums erhielt der Verein im Jahr 1996. Im Oktober war der Baubeginn.
Die beiden Garagen und der Dachboden dienen zur Lagerung des umfangreichen Materials für die Sport- und Festveranstaltungen des Vereins.
Im gleichen Jahr wurde ein dem Bestand des ehemaligen Bahnhofs entnommener Unterstand für Heim- und Gästemannschaften am Sportplatz aufgestellt. Weiterhin erfolgten die Reparatur und die Überholung der Flutlichtanlage. Des Weiteren begannen Umbau und Erweiterung der Küche und des Getränkelagers des Clubhauses. Die Maßnahmen zogen sich wegen verschiedener Auflagen von Dezember 1996 bis März 1997.
Das Pächterpaar Rosandic half nicht nur tatkräftig mit, sondern versorgte auch alle Helfer mit Speisen und Getränken.

Im Jahr 1972 fiel unser Sportplatz dem Neubau der Straße von Höchst in Richtung Waldsiedlung zum Opfer. Ein neuer Sportplatz wurde im Auftrag des zuständigen Straßenbauamtes entlang der neuen Straße gebaut und konnte mit Hilfe der Gemeinde bereits 1973 mit einer leistungsfähigen Flutlichtanlage ausgestattet werden. Als Gegenleistung errichteten Mitglieder des Vereins unter der sachkundigen Leitung des Vorsitzenden Heinrich Rausch den Rohbau der Höchster Friedhofshalle. 
Bedingt durch schlechte Platzverhältnisse in den Wintermonaten und durch die immer stärker werdende Belastung des Spielbetriebes der Jugend- und Seniorenmannschaften sah sich der Verein unter der Leitung der beiden Vorsitzenden Heinz Ehlert und Horst Heinzmann gezwungen, eine Ausweichmöglichkeit zu schaffen. Unter Mithilfe der Mitglieder und der aktiven Fußballer wurde der bisherige Festplatz so hergerichtet, dass er auch als zusätzlicher Trainingsplatz genutzt werden kann. 

Im Jahr 1997 erfolgten die Bewerbung und die Aufnahme in das Förderprogramm des Landessportbundes Hessen für eine „familienfreundliche Sportanlage“. Als einziger Verein im Wetteraukreis war unsere Anlage unter den letzten 10 Bewerbern.
Auf Betreiben des VfB-Vorstandes mit dem 1.ten Vorsitzenden Horst Heinzmann wurde der Anbau eines Clubraums für Vorstands- und Spielersitzungen durchgeführt. Nicht zuletzt durch die Hilfe der Vereinsmitglieder konnte der wichtige Anbau bewältigt werden.
Anschließend leitete Petra Ehlert (II) die Geschicke des Vereins. Eine Frau als Kapitän auf der Brücke war in der langen Geschichte des Vereins sicherlich ein Novum.

Auf dem sportlichen Sektor standen die Leistungen der 1.ten und 2.ten Senioren-Mannschaften im Mittelpunkt des Interesses. Trotz einiger Rückschläge war es jahrelang möglich, vordere Platzierungen in den jeweiligen Spielklassen zu erlangen.
Im Jubiläumsjahr 1978 gelang mit Spielertrainer Erich Nagel der Aufstieg in die A-Klasse Büdingen. Nach der zweiten Spielrunde in dieser Klasse musste der VfB Höchst / Nidder leider den Abstieg in die B-Klasse hinnehmen. Infolge der Neueinteilung der Spielklassen musste man 1985 sogar den bitteren Gang in die C-Klasse antreten.
Unter Trainer Horst Schultheiß schaffte die Mannschaft ein Jahr später die Meisterschaft und somit den Aufstieg in die Kreisklasse B. Unter Trainer Jürgen Radeck gelang danach der Wiederaufstieg in die höchste Kreisklasse, die in den Folgejahren auch erfolgreich gehalten werden konnte.
Die Spielzeiten 1993 bis 1995 waren aufreibend für den VfB Höchst / Nidder. Während der zu Beginn der Saison 1993/94 verpflichtete Trainer M. Eichenauer bereits im Herbst 93 von R. Schnobl abgelöst wurde, konnte dessen Nachfolger R. Kaus im Jahr 1995 den Abstieg mit der Mannschaft in die Kreisliga B nicht verhindern. Daraufhin erfolgte im Jahr 1995 die Verpflichtung von Trainer H. Schultheiß. Diesem gelang mit dem Team um einige erfahrene Spieler 1996 der sofortige Wiederaufstieg in die Kreisklasse A. Im November wurde Trainer Schultheiß von Günther Rott abgelöst. Leider konnte der erneute Abstieg in die Kreisklasse B nicht verhindert werden.
Im Jahr 1997 verpflichtete der VfB Höchst / Nidder den Trainer Bernhard (Toni) Laibach, der mit einer verjüngten Mannschaft einen Neuanfang vollzog. Diese Phase wurde in der Spielzeit 1998/99 sportlich durch den Aufstieg in die Kreisklasse A belohnt. Doch wendete sich das Blatt in der folgenden Saison. Die Nachfolger von B. Laibach auf dem Trainerposten waren Michael Goretzki und Erhard Finkernagel. Nach einer Saison mit drei verschiedenen Trainern (!) war der VfB Höchst / Nidder leider wieder in der Kreisklasse B angekommen. Mit der Verpflichtung von Harry Flohr gelang es, neue junge Spieler für den Verein zu gewinnen. In der folgenden Spielzeit wurde Aufbauarbeit betrieben. Bedingt durch berufliche Verpflichtungen des Trainers übernahm Rainer Roschel als Interimscoach das Team und führt es an die Spitze der Spielklasse. 2002/03 wird die Mannschaft wieder von G. Rott betreut und hat den Aufstieg knapp verpasst. Ab der darauf folgenden Saison 2003/04 wurde wiederum „Toni“ Laibach verpflichtet.
Schon seit Jahrzehnten bestand die vielleicht älteste Jugendspielgemeinschaft des Kreisgebietes mit dem Nachbarverein Sportfreunde Oberau. Dadurch konnten im Verlauf der Jahre alle Altersklassen von der F- bis zur A-Jugend besetzt werden, was im Durchschnitt die Betreuung von 10 Jugendmannschaften bedeutete. Durch den dankenswerten Einsatz vieler ehrenamtlicher Betreuer konnten viele Kreismeistertitel und Pokalsiege errungen werden. Dadurch wurde der Aufstieg von Mannschaften unterschiedlicher Alterklassen in die Bezirksliga, der höchsten Spielklasse für Jugendmannschaften, möglich.
Für die gute gemeinsame Jugendarbeit erhielten beide Vereine im Jahr 1976 den „Sepp-Herrberger-Preis“ des Hessischen Fußballverbandes.
Im Jahr 1995 erfolgte die Auflösung der langjährigen Zusammenarbeit mit Oberau aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen hinsichtlich der Ausrichtung der Jugendarbeit.
In den letzten Jahren wurden die Aktivitäten im Jugendbereich in der JSG Limeshain/Höchst zusammengeführt. Auch hier blicken wir zusammen mit unseren Limeshainer Nachbarn auf sehr erfolgreiche Spielrunden zurück, was auch Anlass für einen positiven Ausblick für die Zukunft gibt.
Die „Alte Herren (AH)“-Abteilung ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil unseres Vereinslebens. Unter der Regie von Hans-Wilhelm Hornung und Peter Finkernagel spielen die etwas älter gewordenen Fußballer regelmäßig ihre Freundschaftsspiele und Turniere. Bei Bedarf und vorhandener Kondition stehen die Spieler auch noch für die beiden Senioren-Mannschaften zur Aushilfe bereit. Neben den sportlichen Aspekt steht die Kameradschaftspflege bei der AH im Vordergrund, was die verschiedenen Aktivitäten im Verlauf eines jeden Jahres belegen.
Neben den spielenden Aktiven sind die Schiedsrichter des Vereins besonders zu erwähnen. Nicht selten ist der Job des Unparteiischen ein schwieriger. Nicht zuletzt deshalb gilt ihnen unser besonderer Dank. Mit A. Schröter stellt der VfB Höchst/Nidder einen der ranghöchsten Schiedsrichter des Fußballkreises Büdingen, der sich auch in den Kreisgremien betätigt.

Das Kinderturnen erfreut sich in unserem Verein großer Beliebtheit. Seit 1996 gestaltet Britta Neitzel die Übungsstunden. Die Turnkinder unterstützen darüber hinaus mit großem Engagement die Kerb in Höchst und haben auch zu verschiedenen Aktionen des Altenstädter Vereins "Hand in Hand" Auftritte absolviert. Desweiteren nehmen die Kinder seit 2009 regelmäßig und erfolgreich am jährlichen Gaukinderturnfest teil. Zur Aufrechterhaltung dieses Angebots für Kinder sind immer wieder finanzielle Mittel zur Anschaffung einiger Turngeräte notwendig. Neben der Unterstützung durch die Gemeinde Altenstadt sind private Förderer und die Einsatzbereitschaft der Eltern bei den Vereinsveranstaltungen gefordert. 

Weiterhin unterhält der VfB Höchst/Nidder zwei Gymnastikgruppen. Das 35-jährige Bestehen der Damengymnastik fiel in unser Jubiläumsjahr. Aktuell gibt es eine Gymnastikgruppe montags, die von Loni Nachtmann geleitet wird, sowie eine Step Aerobic Gruppe unter Leitung von Silke Wenzel die mittwochs abends trainiert.

Die 1977 ins Leben gerufene Volleyball-Abteilung ruht seit 1996 mangels Beteiligung.

Ab Juni 2001 bis 2007 war Thorsten Schmidt im Amt des 1. Vorsitzenden tätig, der mit seiner Führungsmannschaft aus erfahrenen und jungen Vorstandsmitgliedern den Platz des VfB Höchst/Nidder in der Mitte unseres Ortes gefestigt hat, in guter Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen, den Nachbarvereinen und der Gemeinde Altenstadt.

Seit 2007 ist nun Hans-Wilhelm Hornung im Amt des 1. Vorsitzenden.

Die Liste der verdienstvollen Mitglieder (aktiv und passiv), der freiwilligen Helfer und Förderer des Vereins ist lang. Ohne diese Kette ehrenamtlicher Tätiger wäre der Fortbestand eines Vereins wie dem unseren über die 75-jährige Geschichte nicht machbar gewesen.
Allen gilt unser Dank, verbunden mit der Hoffnung, dass sich noch viele Nachfolger mit dem gleichen Enthusiasmus zur Verfügung stellen.

Diese Chronik wurde durch den Festausschuss überarbeitet und neu zusammengestellt. Als Quelle dienten die Festschriften von 1968 bis 1998 sowie mündliche Überlieferungen. Für weitere Informationen zur Komplettierung ist der Vorstand jederzeit dankbar.

Vereinslogo

Verein für Bewegungsspiele
Höchst a.d. Nidder 1928 e.V.

Kontakt:
E-Mail: info@vfb-hoechst.de
Telefon: 06047 - 2177

Postanschrift:
VfB Höchst a.d. Nidder e.V.
Hans Wilhelm Hornung
Haincher Straße 3
63694 Limeshain